Kitesurfen

Bei Wettkämpfen kommen da enorme Weiten und Geschwindigkeiten zustande. Aber auch beim Kitesurfen sollte man sich nicht einfach die Ausrüstung besorgen und loslegen, sondern sich in einer guten Kiteschule ausbilden lassen. Denn gerade für Anfänger birgt der Sport Gefahren, obwohl statistisch gesehen Fußballspielen gefährlicher ist. Aber in einer Kiteschule lernt man die Unterschiede der verschiedenen Boards und Drachen und kann sie ausprobieren. Das erleichtert einem dann auch die Anschaffung einer eigenen Ausrüstung.
Die Bretter sind den Surfbrettern nachempfunden und normalerweise zwischen 1,20m und 1,80m lang. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen. Manche haben ein deutlich erkennbares Vorder- und Hinterteil (Bug und Heck), bei diesen muss der Surfer bei Richtungsänderungen die Fußstellung verändern, andere sind vorne und hinten gleich. Das verändern der Fußstellung erfordert Übung und Geschicklichkeit, aus diesem Grunde sind die einfacheren Bretter für Anfänger sinnvoll. Gesteuert wird das Kiteboard durch die Gewichtsverlagerung auf dem Brett und durch den Drachen. Hierbei kommt dem Drachen eine große Bedeutung zu. Die ersten Drachen waren in einem festen Rahmen, das hat sich jedoch nicht durchgesetzt, sondern heute bevorzugt man allgemein rahmenlose Lenkdrachen. Aber auch diese gibt es in verschiedenen Ausführungen. Man unterscheidet zwischen Mattendrachen und Tubes. Die Tubes enthalten mit Luft gefüllte Röhren, welche dadurch mehr Auftrieb haben und leichter vom Wasser aus zu starten sind. Außerdem gibt es Drachen mit zwei, vier oder fünf Leinen. Je mehr Leinen der Drache hat, so genauer kann man ihn steuern. Jedoch steigert jede zusätzliche Leine auch die Schwierigkeit.
Anfänger beginnen normalerweise mit einem Drachen der mit zwei Leinen gesteuert wird. Der Drache ist durch eine Sicherheitsleine mit dem Kiter verbunden. Bei einem Sturz wird dadurch verhindert, dass der Drache davonfliegt. Die Verletzungsgefahr ist dadurch jedoch erhöht, so dass auf jeden Fall eine Not-Trennung möglich sein muss. Das Gleiche gilt für das Board. Die meisten Kitesurfer verzichten auf eine Sicherung des Boards. Geübte Kiter verlassen sich darauf, das das Board wieder schwimmend zu erreichen, denn die harten, oft scharfen Kanten am Board können gefährliche Schnittwunden zufügen.
Wer eine vernünftige Ausbildung an einer der Kiteschulen gemacht hat, der kann dann diesem Sport auch unbesorgt nachgehen und seine Geschicklichkeit testen. Das Kitesurfen gewinnt immer mehr Anhänger. Dieses Jahr fanden auf Fehmarn die letzten Ausscheidungen der Kite-Surf Trophy statt und fanden auch beim Publikum enormen Anklang. Es sieht schon beeindruckend aus, wenn die vielen Drachen am Himmel zu sehen sind und die Sprünge und Flüge der Teilnehmer erregen allgemeine Bewunderung.
Kite-Surfer sind in der Regel sportliche, durchtrainierte Menschen, aber auch Menschen mit Gehbehinderungen sind von dem Sport fasziniert. So gibt es immer mehr Kite-Surfer, die ihrem Hobby in einem Buggy am Strand nachgehen und trotz Behinderung diesen Sport ausüben. Wichtig sind in allen Fällen die korrekte Ausrüstung und eine gute Anleitung. Wenn das gegeben ist, ist Kitesurfen ein wunderbares Freizeitvergnügen.










