Rockboarding
Rockboarding entstand erstmals 1992. Damals entschlossen sich einige Snowboarder dazu, ihre Sportart auch im Sommer auszuüben. Da der Schnee fehlte, fuhren sie auf ihren Board die Geröllhalden hinunter. Bereits 1995 wurde das erste Rennen in Kandersteg ausgetragen. Dieses Rennen ist auch das einzige Rennen dieser Art, das jedes Jahr stattfindet. Die Rockboarder fahren abschüssige Strecken mit einem Gefälle von fast 100% herunter. Es soll gar nicht so schlimm sein, behaupten sie. Die Steine haben einen Durchmesser zwischen 45 und ca. 100mm. Die Bretter überstehen das erstaunlich gut. Die meisten Schäden an den Brettern sind nur viele Kratzer und Schleifspuren. Dass man sie danach auf Schnee nicht mehr einsetzten kann ist klar, aber sie überstehen schon einige Geröllabfahrten, ohne sie großartig in Stand setzen zu müssen. Manche Sportler machen sich dünne Bleche unter die Bretter, aber die sollen die Geschwindigkeit verringern, daher lehnen die Geschwindigkeitsfanatiker dieses ab. Es werden zum Rockboarding nicht nur Snowboards eingesetzt, nein auch Ski und Telemark werden gerne genommen. Ob es auch Menschen mit einem Schlitten versuchen, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall sollte ein Rockboarder sich entsprechend dieser Sportart kleiden. Die Verletzungsgefahr ist doch enorm hoch und auf Geröll fällt man wesentlich härter als auf Schnee. Also ist vor allen Dingen ein Kopfschutz angesagt und auch lange, dichte Kleidung. Jeder, der schon einmal mit dem Fahrrad auf Splitt gestürzt ist, weiß wie weh das tut. Beim Rockboarding muss ein Sturz ähnlich sein. Vernünftiger, ausreichender Schutz ist also unbedingt erforderlich. Es gibt aber immer noch Sportler, die darauf verzichten und im Sommer mit kurzen Hosen oder freiem Oberkörper die Geröllhalde herunterbrettern.
Die Rockboarder sind schon eine starke Truppe und wer ihnen einmal zusieht, dem stockt der Atem. Sie machen mit ihren Boards das gleiche wie im Winter. Es werden Rampen befahren, Sprünge gemacht, Loopings und vieles mehr. Die Landung auf der Geröllpiste ist sicherlich ungleich härter als im Winter und der jährliche Contest ist schon ein Ereignis. Sponsoren dieses Ereignisses sind bekannte Firmen (Red Bull ist nur einer davon) und diese tun natürlich ein Übriges, um das Erlebnis publik zumachen. Somit sind jedes Jahr immer mehr Zuschauer anwesend und der eine oder andere wird schon auf die Idee kommen, es auch einmal zu versuchen. Somit wird auch die Gemeinde der Rockboarder immer größer. Entstanden aus der Not, mangels Schnee, hat sich Rockboarding mittlerweile zu einem eigenständigen Sport entwickelt. Natürlich fahren immer noch viele oder fast alle Rockboarder im Winter Snowboard oder Ski, aber das Rockboarding ist etwas ganz Besonderes.









