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Sandboarding

Am Anfang war das Snowboard. Doch was sich aus diesem Brett alles entwickelt hat, ist einfach unglaublich. Die Snowboarder haben einfach nicht eingesehen, dass sie im Sommer ihren Sport nicht ausüben können und waren äußerst erfindungsreich. So entstanden Sportarten wie das Rockboarding (ein bisschen verrückt und nicht für jeden etwas), und das Wakeboarding, das aus dem Wasserski und dem Surfen entwickelt wurde.

Außerdem entwickelte sich das Sandboarding, das allerdings eine ernsthafte Alternative zum Wintersport ist. Sandboarding wird ernsthaft als Alternative zum Snowboarding ausgeübt und viele Snowboarder betrachten es als ernsthaftes Sommertraining. Aber auch dort, wo Schnee eher selten anzutreffen ist, wurde Sandboarding als Alternative entdeckt und wird dort ausgeübt.

In allen Wüstengegenden der Welt wird Sandboarding betrieben. Im Westen der USA, in Südamerika, in Afrika und auf der Arabischen Halbinsel sowie in der deutschen Oberpfalz. Dort finden die jährlichen Weltmeisterschaften im Sandboarden statt - in Hirschau am Monte Kaolino. Der Monte Kaolino ist ein künstlicher Berg. Er wurde von den Kaolinwerken in Hirschau im Laufe der Zeit aufgeschüttet und besteht aus ganz feinem Quarzsand, der das Gleiten der Bretter begünstigt. Der Monte Koalino ist an die 120 m hoch und die Abfahrt hat eine Länge von ungefähr 220 m. Der Neigungswinkel beträgt zwischen 35° und 45° und dort ist die Sandboard-Elite der Welt vertreten, die ihre WM hier austragen. Aber auch außerhalb der WM ist dort ein Treiben wie in den Alpen im Winter. Es gibt einen Lift, an dem die Boarder Schlange stehen, um sich auf den Berg befördern zu lassen.

Sand hat andere Eigenschaften als Schnee. Der Reibungswiderstand ist höher und die Sportler müssen die Bretter anders belasten, um auf Geschwindigkeit zu kommen. Auch hier ist Schutzkleidung erforderlich, denn Stürze auf Sand sind ebenso gefährlich. Auch wenn der Quarzsand sehr fein gekörnt ist, so können bei einem Sturz doch erhebliche Schürfwunden entstehen, denn die feinen Körner schmirgeln die Haut auf wie Schleifpapier.

Die Bretter sind entsprechend einem Snowboard entwickelt, haben jedoch eine andere Beschichtung. Diese besteht meistens aus Formico oder Laminex. Durch Einwachsen versuchen die Sportler, ihren Brettern mehr Geschwindigkeit zu verleihen. Üblicherweise wird dazu Paraffin benutzt. Wer die Bretter mit Öl behandelt wird disqualifiziert und wegen Umweltverschmutzung belangt.

Sandboarding ist nicht nur eine ernsthafte Sommeralternative und Trainingsmöglichkeit für Snowboarder, es ist auch eine eigenständige Sportart, die von vielen Menschen ausgeübt wird. Manch einer sucht sein Urlaubsziel entsprechend aus und wer die artistischen Leistungen viele Sandboarder bewundert, der kommt gar nicht auf den Gedanken, das es sich um einen Ersatz handeln könnte. Sandboarding ist eine Trendsportart und immer mehr im Kommen.

Wer sich in der Oberpfalz aufhält, sollte einen Besuch am Monte Kaolino einplanen, um sich das Treiben dort einmal anzusehen und die Sportler zu bewundern. Das Beobachten der Leistungen der Sandboarder ist sicher faszinierend, denn es sieht schon klasse aus, wenn diese die Abfahrt herunter kommen.

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