Startseite »  Wintersport »  Minibob

Minibob

Der Minibob weckt Erinnerungen an die eigene Kindheit. Was früher ein Riesenspaß vorwiegend für Kinder war, wenn mit den kleinen, roten Bobs die Berge runtergerutscht wurde, hat sich zu einer absoluten Trendsportart entwickelt. Der Minibob findet immer mehr neue Fans, die einfach den Spaß genießen wollen, auf dem Bob die Pisten zu befahren.

Die neue Variante des Minibobs ist der Zipflbob – eine neue Variante des Minibobs aus Österreich, die nun auch Deutschland erobert. Den Namen Zipflbob hat diese Variation des Minibobs erhalten, weil vorne ein kolbenförmiger Haltegriff befestigt ist. Dieser Haltegriff wird als Zipfl bezeichnet und hat die Funktion zur Lenkung des Minibobs. Allerdings kann der Minibob auch nur mit den Oberschenkeln gelenkt werden.

Der Minibob – ein Sportschlitten, der Winterspaß pur garantiert – wurde bereits in den 70er-Jahren erfunden und ist daher vielen bereits seit der Kindheit bekannt. Interessant ist auch die eigentliche, ursprüngliche Entstehung der Abfahrten auf dem Minibob. Diese wurden eigentlich von Liftangestellten erfunden, die nach der Arbeit Kohleschaufeln nutzten, um mit diesen nach der Arbeit den Berg hinunterzurutschen. Der Ursprung des Minibobs war also keinesfalls der Spaßfaktor, sondern eher die praktische Alternative, schnell die Abfahrt am Berg zu bewältigen. Den großen Durchbruch erlebte der trendige Sportschlitten bei seiner Wiedergeburt als Trend-, Fun- und Wintersportrennmaschine, als einige Wintersportbegeisterten aus Kitzbühel begannen, die Alpen mit dem Minibob zu bezwingen. Im Jahr 2000 war der neue Sport und Spaß mit dem Minibob bereits so populär, dass eine erste österreichische Staatsmeisterschaft mit dem Zipflbob ausgetragen wurde. Dabei sind die Geschwindigkeiten, die mit dem Minibob erreicht werden, geradezu rekordverdächtig. Bei einer erreichten Geschwindigkeit von 139 km/h weist der neue und trendige Rennschlitten Minibob durchaus noch Spurtreue auf und lässt sich auch in diesem Speed noch kontrollierbar steuern. Der Reiz der hohen Geschwindigkeit und der enorme Spaßfaktor haben dafür gesorgt, dass der Minibob zwischenzeitlich auf den großen Pisten und auch abseits der Pisten ein äußerst beliebtes Sportgerät für Wintersport und Funsport geworden ist. Mittlerweile sind die Rennen mit dem Minibob nicht nur in ganz Österreich, sondern auch in Süddeutschland, in der Schweiz und auch in Südtirol zu einem wahren Boom geworden und jedes Jahr kommen zahlreiche neue Anhänger auf den Geschmack beim Hinuntersausen der Pisten auf den Minibobs.

Der Minibob ist ein Wintersportspaß für Jung und Alt und bei den Meisterschaften können Gesamttitel in den verschiedenen Klassen gewonnen werden. Die unterschiedlichen Klassen sind dabei Jugend, Damen, Herren und auch Team. Dabei gibt es den Zipflbob-Cross und auch die Disziplin Downhill, bei denen dann auch um den jeweiligen Tagessieg gegen die Stars der Minibob-Szene gekämpft werden kann. Neben dem riesigen Spaßfaktor und natürlich der Konkurrenz bei den Rennen mit den Minibobs oder Zipfbobs bietet gerade Zipflbob-Cross auch eine besondere Publikumsattraktion. Bei dieser Variante starten 4 bis 6 Sportler gleichzeitig und bei ihren spektakulären Abfahrten mit den Minirennschlitten führen diese atemberaubende Kunststücke auf dem Parcours vor. Dabei werden Steilkurven gefahren, Sprünge vollführt und auch Richtungstore umfahren. Dabei kommen immer die beiden Schnellsten eine Runde weiter, bis dann am Ende beim Finale ein Sieger feststeht. Diese spektakulären Ereignisse ziehen neben den unzähligen sportbegeisterten Teilnehmern auch immer mehr Publikum an, die den Rennen beiwohnen und sich die atemberaubende Abfahrt der Sportler auf den Minibobs ansehen wollen. Neben der Disziplin des Zipflbob-Cross gibt es auch noch die Disziplin Downhill, also ein Abfahrtslauf. Eine weitere Disziplin ist der Speedwettbewerb. Bei diesen Abfahrten, bei dem es auf die Zeit ankommt, werden sowohl Einzel-, als auch Gruppenstarts ausgetragen.

Es gab sogar bereits einen Sieger für das Guiness Buch der Rekorde. Markus Schweiger ist der Halter dieses Rekords, der mit 135,4 km/h auf der Sprungschanze in Oberstdorf erlangt wurde und der im Guiness Buch der Rekorde 2008 eingetragen wurde.

Der Minibob ist zudem ein praktisches und leicht transportierbares Sportgerät. Mit nur etwa 2,5 kg Gewicht müssen die Sportler nicht viel schleppen und auch im Auto lässt sich der Minibob ganz einfach verstauen. Zudem ist der Minibob auch ein ideales Sportgerät, um Berge oder Hügel in der näheren Umgebung für Abfahrten zu nutzen. Somit ist es also gar nicht notwendig, großartig in die Wintersportgebiete zu fahren – der Spaß mit dem Minibob kann überall auf Bergen und Hügeln genossen werden – es muss nur genügend Schnee liegen.

Trackback-URL: http://www.sporttrends.info/index.php?p=articles&do=trackback&sid=60