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Snowboarden

Snowboarden ist eine absolut beliebte Wintersportart, bei der anstelle auf 2 Skiern nur auf einem Snowboard die Abfahrt auf der Piste zurückgelegt wird. Seit Anfang der 90er-Jahre nahm die Zahl der begeisterten Anhänger des Snowboardens rapide zu – das Snowboarden erlebte seither geradezu einen Boom. Mittlerweile hat das Snowboarden seine ganz eigene Szene – seit 1998 gehört das Snowboarden auch zu den olympischen Disziplinen im Wintersport.

Wer nun denkt, dass das Snowboarden erst seit den 90er-Jahren existiert – der irrt sich gewaltig. Vielmehr wurde bereits im Jahr 1900 ein erster Vorläufer des heutigen Snowboards erfunden mit der Erfindung des Monogleiters durch den Österreicher Toni Lenhardt. Schon der Vorgänger des Snowboards – also der Monogleiter – hatte große Erfolge, denn schon im Jahr 1914 wurden in Bruck an der Mur Wettbewerbe im Monogleiten veranstaltet. Ausschlaggebend für die letztendliche Erfindung des Snowboards war die Verbindung zum Surfen. Im Jahr 1963 begannen zwei begeisterte Wellenreiter aus den USA – Tom Sims und Sherman Poppen – mit einem entsprechenden Experiment. Mittels alter Türen und großen Holzbrettern, auf denen dann Laschen montiert wurden, rekonstruierten die beiden begeisterten Surfer das gewünschte Feeling, auf dem Schnee zu Surfen. Ab dieser Zeit wurden immer wieder neue Entwicklungen von verschiedensten Personen angestellt, um ein perfektes Wintersportgerät zum Surfen auf dem Schnee herzustellen.

Im Jahr 1982 fanden dann erste Meisterschaften statt in der Wintersportart, die zu dieser Zeit noch Snowsurfing genannt wurde. 1984 folgte dann die Entwicklung der Race Boards, die mit ihrer asymmetrischen Taillierung einen wichtigen Schritt für die Entstehung der heutigen Snowboards darstellten. Während dieser Zeit wurden dann auch die speziellen Snowboard-Schuhe erfunden, denn bis dahin wurde entweder in Moonboots oder sogar in Wanderschuhen auf den Snowboards gefahren. Im Jahr 1988 fanden dann bereits 3 Weltmeisterschaften statt. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte das Snowboarden eine enorme Anzahl an Anhängern gefunden, sodass sich schließlich die Liftbetreiber entscheiden mussten, die Pisten auch für die Vielzahl an Snowboardern zu öffnen.

1989 fiel dann der Startschuss für die International Snowboard Association – ISA – und wurde aber bereits im Jahr darauf von der International Snowboarding Federation – ISF – abgelöst. Diese hatte die Aufgabe der Aufrechterhaltung der subkulturellen Mentalität des Snowboardens und natürlich der Entwicklung entsprechender Wettkampfkriterien. Ebenso wird von der ISF das internationale Ranking der Snowboarder geführt. Nach der endgültigen Integration des Snowboardens in die alpinen Wintersportarten wurde auch begonnen, mit Pistenfahrzeugen, die spezielle Vorrichtungen haben, Halfpipes zu bauen, um den Spaß für die Snowboarder zu erhöhen. Kurz darauf folgten auch die Angebote von Service-Maschinen für Snowboards in den Sportgeschäften – schließlich war klar, dass diese Wintersportart ihre Beliebtheit noch weiter steigern würde.

Der erste Air- & Style-Contest, an dem auch Straight Jump zur Freestyle Disziplin gehörte, fand im Bergisel-Stadion in Innsbruck statt. Dieser Wettbewerb entwickelte sich zu einem der wichtigsten Events im Freestyle-Bereich des Snowboardens.

Snowboarden gilt heute als Breitensport, der unzählige Anhänger im Wintersportbereich hat. Viele Teile der Skipisten wurden längst an die Bedürfnisse der Snowboarder angepasst, um den vielen, begeisterten Snowboardern eine Möglichkeit zu bieten, ihren Spaß beim Wintersport zu haben und das Surfen auf dem Schnee mit dem Snowboarden zu genießen. Nahezu in jedem größeren Skigebiet befinden sich zwischenzeitlich so genannte Fun Parks, die meist mit Halfpipes, Rails, Quarterpies und auch Ramps, Cornerjumps und Straight Jumps eine besondere Attraktion für die Snowboarder darstellen.

Die Snowboards existieren mittlerweile auch in verschiedenen Variationen, es gibt Freestyle-, Freeride-, Carving- und auch Raceboards, wobei die Kategorien nicht explizit voneinander getrennt sind, sondern eher ineinander übergehen. Eine Besonderheit stellt dabei das Splitboard dar, bei dem es sich um ein teilbares Tourensnowboard handelt. Ein Snowboard kann zwischen 0,99 und 1,80 Meter lang sein und der Kern des Snowboards besteht aus Holz, Schaumstoff oder aus einer wabenartigen Konstruktion aus Aluminium. Immer öfter werden auch Kohlefaser oder Fiberglas aus den Bereichen der neuen Technologien für die Herstellung von Snowboards verwendet. Durch die immer weiter wachsende Popularität des Snowboardens und der Beliebtheit dieses Wintersports bei Familien gibt es zwischenzeitlich auch Snowboards für Kinder, die nur aufgrund der kleineren Abmessungen von den Snowboards der Großen abweichen. Die beiden Bindungen sind auf der Oberseite der Snowboards montiert, somit können die speziellen Snowboard-Schuhe perfekt auf dem Snowboard fixiert werden. Bei den Bindungen wird zwischen Platten- und Softbindungen unterschieden. Sehr wichtig beim Snowboard ist natürlich der Fahrbelag, der eine hohe Gleitfähigkeit haben muss. Bei den unterschiedlichen Belägen, die es bei den Snowboards mittlerweile gibt, muss immer darauf geachtet werden, dass ein extrem gleitfähiger Belag öfter gewachst werden muss als ein ziemlich weicher Belag.

Bei der Fahrtechnik mit dem Snowboard gibt es grundsätzlich 2 Standpositionen. Entweder steht der Snowboarder mit dem linken Fuß in Fahrtrichtung, was dann als „regular“ bezeichnet wird, oder er steht mit dem rechten Fuß in Fahrtrichtung – die Bezeichnung für diese Standposition ist „goofy“. Für welche der beiden Positionen sich die Snowboarder entscheiden, bleibt diesen selbst überlassen. Es wird allerdings vermutet, dass gerade die Zeit des Erlernens die jeweilige Standposition des Snowboarders prägt. Beide Positionen werden in etwa zu gleichen Anteilen von den Snowboardern angewendet. Auch hinsichtlich der perfekten Bindungswinkel gibt es kein konkretes Patentrezept. Sicher ist, dass es für jeden Fahrstil sowohl sinnvolle, als auch weniger sinnvolle Standpositionen und Bindungswinkel gibt.

Snowsurfing

Der Begriff Snowsurfing stellt eine Mischung zwischen Snowboard und Surfen dar – daher wird hier auch oft das aus Surfer und Snow zusammengesetzte Wort Snurfer als Bezeichnung für die Sportler verwendet. Viele halten dies ja für einen Schreibfehler, aber die Sportler, die mit dem Snowboard dem Snowsurfing nachgehen, können durchaus als Snurfer bezeichnet werden. Schließlich surfen die Sportler ja tatsächlich auf dem Schnee – das Snowboard wird somit zum Surfboard auf Schnee. Das Snowsurfing ist eigentlich nur eine andere Bezeichnung für das Snowboarden – denn bei dieser Sportart gleiten die Sportler auf einem Brett über die verschneiten Winterlandschaften und vollführen dabei oft spektakuläre Sprünge, die jeden Zuschauer begeistern. Snowsurfing ist Surfen mit dem Snowboard und die Fahrtechnik beim Snowsurfing geht auf die Wellenreiter, die in den USA mit ihren Kunststücken bei ihrer Sportart begeistern, zurück. Da nicht in allen Regionen ganzjähriger Sommer herrscht, wollten die Wellenreiter einfach auch im Winter die Möglichkeit haben, zu Surfen – so dient das Snowboard als die perfekte Variante für das Snowsurfing.

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