Eislaufen

Es werden lediglich Schlittschuhe benötigt, die auf den Gebrauch abgestimmt sind – für Eiskunstlaufen werden zum Beispiel andere Schlittschuhe benötigt, wie beim Eishockey. Ein weiterer Vorteil beim Eislaufen ist, dass meist keine weiten Wege zurückgelegt werden müssen und auch keine Staus in Kauf genommen werden müssen, wie dies oft bei Fahrten zu den beliebten Wintersportgebieten zutrifft. Viele Städte verfügen über eine Eishalle, in der auch ein entsprechender Publikumslauf möglich ist. Dabei bieten die Eishallen meist auch das Ausleihen von Schlittschuhen an, so können Anfänger erst einmal testen, ob ihnen diese Sportart auch liegt. Viele Eishallen haben auch ein entsprechendes Freigelände, das bei entsprechender Witterung dann ebenfalls für das Eislaufen oder Schlittschuhlaufen freigegeben wird. Eislaufen ist eine Wintersportart, die viel Spaß macht und dabei auch zahlreiche Muskelpartien trainiert. Gleichzeitig verbessert das Eislaufen auch die Haltung. Sehr gefragt sind auch zugefrorene Seen, die dann als Eislauffläche dienen – hier sollte aber auf jeden Fall die entsprechende Eisdicke geprüft werden und auf die Wettermeldungen aktuell vor Ort geachtet werden. Nur so kann eine Unfallgefahr durch ein Einbrechen im See oder Fluss vermieden werden. Eislaufen ist eine Sportart, die in der Saison bei Alt und Jung gleichermaßen beliebt ist – auf dem Eis sind meist zahlreiche Eisläufer unterschiedlicher Generationen anzutreffen. Manche der Eishallen bieten auch einen Abend mit Discolauf an, dies ist dann besonders schön, wenn zu der Musik, die meist in den Eishallen im Hintergrund läuft, auch entsprechende Lichteffekte dazukommen.
Die Technik beim Eislaufen beruht auf dem Gleiten auf dem Eis. Dabei wird eine ständige Fortbewegung durch ein abwechselndes Abstoßen mit dem Schlittschuh an dem einen Fuß und das Gleiten auf dem anderen Fuß erreicht. Zwischen dem Abstoßen kann problemlos auf beiden Beinen über das Eis geglitten werden, dies ist gerade für Anfänger wichtig – denn auf Schlittschuhen nur zu Stehen macht kaum einen Unterschied zu dem Stehen auf festem Boden. Beim Eislaufen schneiden sich die Kufen der Schlittschuhe praktisch ins Eis, dadurch kann in Kurven problemlos eine Schräglage von über 45° erreicht werden. Eislaufen ist einfach zu erlernen, macht Spaß und trainiert auch noch den Körper zu einer guten Haltung.
Außer den Schlittschuhen, die gekauft oder geliehen werden können benötigen die Eisläufer nur eine warme Kleidung, eine Mütze und ganz wichtig sind Handschuhe. Diese sind auf jeden Fall von Vorteil, wenn die Sportler stürzen sollten – dann ist nämlich ein Abstützen und Auffangen des Sturzes mit den Händen lange nicht so unangenehm als mit bloßen Händen. Für die besonderen Sportarten des Eislaufens wie Eiskunstlaufen oder auch Eishockey werden zum einen besondere Schlittschuhe benötigt und auch die Ausrüstung ist etwas komplexer. Aber für das reine Eislaufen reichen Schlittschuhe und passende Kleidung vollkommen aus.
Der Schlittschuh oder auch Eislaufschuh wird im Französischen Patin und im Englischen Skate genannt. Die Bezeichnung Schlittschuhe geht auf die an den Schuhen angebrachten Kufen zurück, die ein Gleiten auf dem Eis ermöglichen. Früher wurden diese Kufen auf die Schuhe aufgeschnallt, heutzutage können die Schlittschuhe komplett gekauft werden. Da viele Eisläufer im Sommer auch gerne Inline-Skaten, gibt es auch kombinierbare Schuhe, die durch Austausch des Untersatzes sowohl für das Schlittschuhlaufen, als auch für das Inline-Skaten geeignet sind.
Dabei ist Eislaufen keinesfalls eine Sportart, die erst in den letzten Jahrhunderten entstanden ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in Frankreich bei Ausgrabungen abgeschliffene Mittelhandknochen von Rindern gefunden. Durch die Schleifungen an diesen Knochen wird vermutet, dass es sich um eine Art Schlittschuhkufen handelt, deren Alter auf etwa 20.000 Jahre geschätzt wird. Die weiteren ältesten und besser belegten Funde, die auf jeden Fall mit einer ziemlichen Gewissheit als Schlittschuhe identifiziert werden konnten, stammen etwa aus der Zeit um 3000 vor Christus. Diese waren aus Unterschenkelknochen verschiedener Tierarten angefertigt. Flach geschliffene Pferde-, Rinder- und auch Rentierknochen wurden gefunden, die dann zu dieser Zeit an den Schuhen entsprechend befestigt worden waren. Hierfür waren an den geschliffenen Knochen entsprechende Bohrungen vorhanden. Noch im 18. Jahrhundert wurden in England Knochenschlittschuhe verwendet, die mittels Riemen an den Schuhen befestigt wurden. Diese waren auch in Norwegen und in Island noch bis ins 19. Jahrhundert verwendet worden.
Aber auch die Stahlschlittschuhe können auf eine Geschichte bis zu einem Alter von 2.000 Jahren zurückblicken. Die ältesten Stahlschlittschuhe, die in einer Erzgießereiwerkstatt eines Kelten gefunden wurden, sind schätzungsweise 2.000 Jahre alt und können im Museum in Budapest bewundert werden.
Etwa im 13. Jahrhundert nutzten in den Niederlanden Boten Eisenkufen, die an Holzschuhen befestigt wurden. So konnten sie problemlos über die zugefrorenen Kanäle gleiten und so auch im kältesten Winter die eiligen Nachrichten schnell überbringen. In den weiter folgenden Jahrhunderten war das Schlittschuhlaufen meist ein Privileg des Adels, der sich damit ein winterliches Vergnügen bereitete. Erst später entwickelte sich das Eislaufen zu einem Volkssport, den alle ausüben konnten. Erste Schlittschuhvereine wurden Mitte des 18. Jahrhunderts in Großbritannien ins Leben gerufen. Zwischen den Jahren 1840 und 1875 entstand dann in Kanada aus verschiedenen Mannschaftssportarten das Eishockey.









